Einen Architektenwettbewerb auszurufen, der sich mit der Verkleidung und Positionierung der Walcker-Orgel in der St. Antoniuskirche in Papenburg befasst, war die richtige Entscheidung. Die Pläne klingen vielversprechend. Ein Kommentar.
Die jetzt präsentierte Lösung, die aus der Feder des Architekturbüro Königs aus Köln stammt, ist in vielerlei Hinsicht ein echter Hingucker. Zum einen natürlich die weitgehend „schwebende“ Konstruktion, die deutlich in den Kirchenraum hineinragen wird. Durch die Aufteilung der riesigen Orgel mit ihren 6850 Pfeifen in fünf kleinere Schränke (Fernwerke) wirkt sie viel kleinteiliger als das Modell einer Anordnung, das vor dem Wettbewerb als Planungsgrundlage diente. Dies sah nämlich drei klobige, wenig spektakuläre „Türme“ vor.
Auch die Beschichtung der geschwungenen Holzlamellen mit einer Mischung aus Anthrazit- und Goldfarben verspricht Spannung, das Erscheinungsbild soll sich je nach Betrachtungswinkel verändern. Möglichkeiten der Inszenierung ergeben sich zudem durch die geplante LED-Beleuchtung, mit der heutzutage vieles möglich ist.
Wichtig ist bei allem optischen Gesichtspunkten, dass eine bestmögliche musikalische Funktionalität der Walcker-Orgel gewährleistet bleibt.
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Text: Daniel Gonzales-Tepper, Foto: Stadt Gelsenkirchen

