Nachdem die Seifert Orgelmonteure gestern in Papenburg eingetroffen sind und alles ausgepackt haben, konnte heute (01.10.2019) mit der Montage der Orgel begonnen werden.
Bauplatz am Vormittag: Die ersten Holzelemente für das Gehäuse des Orgelgebläses sind auf die Orgelempore gebracht worden.
Drei Monteure fügen die einzelnen Gehäuseelemente zusammen.
Dieses Gehäuse wird die 2 Gebläse der Orgel aufnehmen und schirmt die Geräusche dieser Aggregate nach außen ab.
Die Holzelemente werden verleimt und nicht verschraubt.
Verbunden mit Leim und Holzdübeln – oder sagen wir hier besser Holzstifte, wir sind ja schließlich in einem Gotteshaus.
Das erste Gebläse auf dem Weg mit dem Kran nach oben.
Auch über dem Gewölbe war heute Montagebeginn. Zuerst wurde aber der gestern entstandene Schutt zusammen gekehrt.
Um die Teils über 180 Kg wiegenden Stahlträger handhaben zu können, wurde ein Liftsystem mit Kettenzug installiert.
Am Abend waren die ersten Stahlelemente verbunden.
Am Vormittag des 02.10. schwebte das zweite Gebläse in sein neues Zuhause.
Diese beiden Gebläse „beatmen“ künftig die Orgel.
Weitere Orgelkomponenten bei der Montage.
Auch der Stahlbau auf dem Gewölbeboden machte heute große Fortschritte.
Mit zwei Mann Verstärkung wurden die Stahlelemente auf der linken Seite aufgestellt.
Hier ist einer der Träger zu sehen, an dem die Orgeltürme aufgehängt werden.
In der Mitte: eines der Löcher im Gewölbe, durch welches ein Stahlseil zum Träger geführt wird.
Die Gerüstbauer sind angerückt (07.10.).
Oben über dem Gewölbe geht es derweil mit den Stahlkonstruktionen weiter.
Die Einzelteile werden passgenau mit dicken Bolzen verschraubt.
Ganze 800 Quadratmeter Verkleidungsplatten müssen per Hand-und Muskelkraft in den Kirchenraum geschafft werden. Das ergibt ein Gesammtgewicht von 11 Tonnen (08.-09.10.).
Im Kircheninnern wird weiter an den Gerüsten gebaut die für den Aufbau der Orgeltürme nötig sind
So sieht das Lager im Seitenschiff jetzt aus
Auch auf der anderen Kirchenseite stauen sich die Paletten mit den Bauteilen.
Neben dem Weihwasserbecken eine Werkbank mit Standbohrmaschine, im Hintergrund eine Kreissäge.
Einblick in die Einhausung der Windmaschinen.
Im Vordergrund eine der Riesenpfeifen, die so lang sind, dass sie – wie es in der Orgelfachsprache heißt – gekröpft werden muss, damit sie überhaupt Platz finden kann. Dem Ton, in dem sie erklingen soll, macht das nichts.
Materialkiste auf Materialkiste wird auf den Orgelboden gehievt.
Alle Teile müssen passgenau ihren Platz finden. Im Vordergrund sieht man die Baupläne der Orgelbauer immer griffbereit.
Diese großen, langen „Holzkästen“ werden später alle in der großen Orgel ihren Tonbeitrag zur Musik leisten. Tiefe Töne brauchen viel Raum.
Die ersten Pfeifen der Orgel sind nun aufgebaut und aus dem Kirchraum sichtbar (10.10.).
Die großen Holzpfeifen verdecken jetzt allerdings das seit Mai sichtbare Rosettenfenster.
Mit Hilfe des Krans wird alles in Position gebracht.
Es ist deutlich erkennbar, das die Walcker-Orgel in der Antonius Kirche wächst (11.10.).
Die Monteure haben begonnen, den hinteren Turm der Orgel aufzustellen. Hier zu sehen ist die erste „Etage“.
Eine weitere „Etage“ wird in der kommenden Woche in die Höhe wachsen.
Seit heute hängen auch die Stangen aus dem Gewölbe, an denen die äußeren Orgeltürme aufgehängt werden.
Über dem Gewölbe: Mit einem Gewinde lässt sich die Höhe, in der die Türme hängen sollen, genau einstellen.
Auf dem Orgelboden ist eine große, stabile Holzkonstruktion entstanden als Voraussetzung, dass hier viele weitere Orgelpfeifen Platz finden (11.10.).
Blick in die Windlade für die großen Holzpfeifen.
Damit alle großen Pfeifen Platz finden, sind einige von ihnen sogar liegend eingebaut.
Die Windmaschinen bekommen eine Schalldämmung, damit das Motorengeräusch die Musik nicht stört.
In dieser Woche sind die Haltestangen für die beiden schwebenden Orgeltürme durch die Gewölbedecke geführt worden. In der kommenden Woche soll die Stahlkonstruktion dort angebaut werden.
Orgelbaustelle am Anfang der Woche von oben (14.10.).
Die Orgelmonteure von Seifert sind aus dem Wochenende zurück gekehrt und setzen ihre Arbeit am hinteren Orgelturm fort.
Die Holzkonstruktion wächst weiter in die Höhe.
Vor der Kirche ist am Nachmittag ein Kran in Stellung gegangen.
Aus dem Turmzimmer musste der im Gewölbe entstandene Schutt nach unten geschafft werden.
Außerdem wurden Säcke mit Beton nach oben gebracht.
Am Haken schwebte der Bauschutt 20 Meter nach unten.
Ein Steiger wurde für die Montagearbeiten in der Kirche aufgestellt.
Kreuzweise: Ein Kran und ein Steiger müssen sich den engen Luftraum der Kirche teilen (15.10.).
Hier schwebt gerade das erste Teil der zweiten „Etage“ des hinteren Orgelturmes in Position.
Es bedarf viel Geduld und Geschick das Teil auf dem engen Orgelboden zu platzieren.
Am späten Nachmittag.
Der Steiger wird für die Arbeiten im Gewölbe benötigt.
Damit die Stangen der Aufhängung der äußeren Orgeltürme ohne Kontakt zum Gewölbe frei hängen können, mussten die vorhandenen Löcher etwas vergrößert werden.
Über dem Gewölbe wird gebohrt …
… und unter dem Gewölbe rieselt der Staub.
Nun passen die Stangen.
Erster Eindruck am Vormittag (16.10.).
Es hat viele Überlegungen und Versuche erfordert, ehe der Stahlkoloss das Schweben lernte.
In dem engen Raum kam es besonders darauf an, dass der Rahmen gut austariert waagerecht nach oben gezogen werden kann.
Quer durch die Kirche auf dem Weg zu seinem Bestimmungsort …
… vorbei an dem Stahlausleger vom Orgelboden
Auf diesem Bild erkennt man die zweite Hürde, die der Kranführer zu bewältigen hatte. Da musste jeder Zentimeter nach oben ausgenutzt werden, damit das Stahlgerüst mit den Stangen verbunden werden kann: Die beiden jungen Schlosser haben sich mit einem zusätzlichen Steiger schon auf den Weg zu ihrer luftigen Baustelle gemacht, um die Verbindungsbolzen anzubringen.
Das Ding hängt! Nun müssen noch die Tragegurte entfernt werden.
Am Abend hängt auch Nummer zwei!
Während der spektakulären Aufhängung der großen Stahlrahmen geht die Arbeit an dem Fachwerkbau des Orgelgehäuses weiter (17.10.).
Eine Aufnahme der dicken Dübel (in der Mitte liegt ein Eurostück zum Größenvergleich), mit denen die Balken miteinander verbunden werden.
Eine Verspannung aus Stahl gibt zusätzlichen Halt.
Während fast alle in der Kirche den Kopf im Nacken haben, um die Arbeit mit dem großen Stahlrahmen zu beobachten …
… liegt hier einer „auf der Lauer“ und beobachtet die Szene aus einer anderen Perspektive.
Ganz leise geht es hier zu. Damit die Windkanäle später auch wirklich keine Luft nach außen lassen, müssen alle Verbindungen mit Filz und Spezialleim abgedichtet werden.