Die Walcker-Orgel in der Papenburger St.-Antonius-Kirche steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Trotz aller Verzögerungen und Probleme, die bei einem Projekt dieser Größenordnung unvermeidlich sind. Papenburg hat geschafft, woran Gelsenkirchen gescheitert ist. Das macht Hoffnung. Ein Kommentar.
Es war durchaus ein Wagnis, als sich die Verantwortlichen der Pfarrei St. Antonius vor einigen Jahren dazu entschlossen, die Walcker-Orgel nach Papenburg holen zu wollen. Zu monströs schienen das Instrument und die Aufgabe für eine kleine Stadt im Emsland. Der vorherige Besitzer, die Stadt Gelsenkirchen, war außerstande, es zu händeln.
Nun ist das Werk fast vollbracht, in nicht allzu ferner Zukunft wird die Öffentlichkeit den Klang der Orgel das erste Mal in St. Antonius genießen können. Auch wenn ihre Zukunft weiterhin mit Unsicherheiten behaftet ist: Wer wagt schon angesichts der Corona-Pandemie eine Prognose, wann die ersten Konzerte und Gottesdienste mit zahlreichem Publikum in der Kirche wieder gefahrlos möglich sind.
Dennoch bleibt die Installation der Walcker-Orgel ein Zeichen der Hoffnung für alle, die in Kultur und Musik mehr sehen als ein unrentables Zuschussgeschäft: Auch große Projekte können Erfolg haben.
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Text: Raphael Steffen, Foto: Micha Lemme

