Gelsenkirchen. Einstimmig mit einer Enthaltung votierte der Gelsenkirchener Kulturausschuss für den Versand der Walcker-Orgel nach Papenburg.
Der angedachte Verkauf der Walcker-Orgel an die Pfarrei St. Antonius in Papenburg war natürlich auch Thema im Kulturausschuss in dieser Woche: Der Vorschlag der Verwaltung, die Orgel am 1. Januar 2056 zu einem symbolischen Preis an die Stadt an der Ems zu verkaufen, wurde bei einer Enthaltung einstimmig angenommen. Am 18. Mai soll in der Ratssitzung dann die endgültige Entscheidung fallen. „Wir freuen uns, dass das mit Papenburg klappt – uns war dabei wichtig, dass die Orgel Eigentum der Stadt Gelsenkirchen bleibt, bis sie abgeschrieben ist“, sagte David Peters im Namen der SPD-Ratsfraktion.
„Die Verwaltung hat Unmögliches möglich gemacht!“
Parteikollege Heinz-Günter Pruin lobte zudem das Referat Kultur „dafür, dass es scheinbar Unmögliches möglich“ gemacht habe. Und auch Annelie Hensel (CDU) begrüßte den Ausgang der Verkaufsverhandlungen. Der Ausschussvorsitzende Klaus Hermandung ergänzte: „So hat eine lange, schmerzhafte Geschichte endlich ein gutes Ende gefunden.“
Lediglich Norbert Emmerich, der als Sachkundiger Bürger für die AfD im Ausschuss sitzt, wunderte sich über die lange Übergangsfrist bis zum Januar 2056 und hätte sich einen Verkauf nach Essen gewünscht (auch von dort hatte eine Bewerbung vorgelegen, die WAZ berichtete).
Textauszug: Anne Bolsmann, Foto: Unbekannt/Stadt Gelsenkirchen

