Bekommen hat die Kirchengemeinde die Konzertorgel, die 1927 gebaut wurde, für nur einen Euro. Sie aufzubauen kostet aber eine Million Euro, macht Lanvermeyer deutlich. Palmsonntag 2020 – also der Sonntag vor Ostern – soll Bischof Franz-Josef Bode sie einweihen. Laut Zeitplan wird der Aufbau der Walcker-Orgel laut Lanvermeyer am 23. September beginnen. Das riesige Instrument stand bis 2002 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. Die Konzertorgel war für den architektonisch bedeutenden Verwaltungssitz der Stadt 1927 von dem Orgelbauunternehmen Eberhard Friedrich Walcker extra gebaut worden. Doch weil das Hans-Sachs-Haus ab 2001 generalüberholt und der Konzertsaal abgerissen wurde, war schnell klar: Für die gewaltige Orgel gab es im Hans-Sachs-Haus keinen Platz mehr. 2007, nachdem die Firma Seifert das Instrument restauriert hatte, wurde die Saalorgel in Kevelaer eingelagert.
2017 kaufte die Stadt Papenburg sie für einen Euro. 20 Prozent der Gesamtkosten – 200 000 Euro – übernimmt das Bistum Osnabrück, so Lanvermeyer. 50 000 Euro kommen jeweils von der Klosterkammer und der Stadt Papenburg und weitere 100 000 Euro aus seinem Bundesprogramm. Des Rest muss die Kirchengemeinde finanzieren.
Regelmäßig soll die riesige Orgel in der Kirche zu Gottesdiensten und zu Konzerten erklingen. Die St.-Antonius-Kirche in Papenburg, erbaut im neugotischen Stil und 1877 eingeweiht, ist auch nicht klein: Sie ist 70 Meter lang und 35 Meter breit und der stattliche Kirchturm 88 Meter hoch.
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Text, Fotos: Elke Wieking

